0761/38444422 info@elinor.network

Jede*r kennt dazu wohl Geschichten: Wer im Briefkasten ein Kündigungsschreiben von seiner Versicherung findet, fühlt sich meist persönlich verunsichert. Selbst wenn sachliche Gründe aufgeführt werden, die rational nachvollzogen werden können, bleibt ein Gefühl von Ohnmacht zurück. Und oft steht ein aufwändiger Weg bevor, um eine neue Absicherung zu einem bezahlbaren Tarif zu finden.

Darum erklären wir in diesem Beitrag, wo Versicherungen Kündigungsrechte haben und warum bei elinor die Kündigung aus der Absicherung nicht möglich ist.

Bei einem klassischen Versicherer kann die Kündigung einer Police beispielsweise nach einem Schadensfall oder zum Ablauf einer Vertragslaufzeit erfolgen. Rechtlich sind Kündigungen bei privaten Unfall- und Schadensverträgen einseitig möglich (Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Kfz-Versicherung, Haftpflichtversicherung etc.). Bei der sogenannten Existenzsicherung wie der privaten Rentenversicherung, einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder Krankenvollversicherung besteht hingegen kein einseitiges Kündigungsrecht. Im Falle eines Krankentagegeldes sind die Kündigungsmodalitäten individuell vertraglich geregelt. Grundsätzlich können Anbieter von der Klausel im Versicherungsvertragsrecht Gebrauch machen, die Krankentagegeldversicherung innerhalb der ersten drei Jahre ohne Angaben von Gründen zum Ende eines Versicherungsjahres zu kündigen.
Die Prüfungen der Versicherer, ob sich ein Geschäft mit einem Kunden und dem angebotenen Produkt noch lohnt, laufen permanent. So ist häufig nur ein kleiner Schaden nötig und die Verträge werden verstärkt unter die Lupe genommen und enden ggf. mit einer Kündigung. Damit sorgt das Versicherungsunternehmen dafür, dass die Profite nicht sinken und die Unternehmensrisiken besonders gering bleiben. Doch aus Sicht der Kund*innen ist es gerade der mögliche Schadensfall, der dazu motiviert, überhaupt eine Versicherung abzuschließen. Zudem ist eine Kündigung vonseiten der Versicherung oft ein Ausschlusskriterium, um bei einem neuen Anbieter aufgenommen zu werden.

Versichern und Beiträge bezahlen, um am Ende wieder ohne Absicherung da zu stehen? Da fühlt man sich doch allein gelassen!

Eines der Unternehmensziele von elinor ist, den Interessenskonflikt von Versicherung und Kund*innen aufzulösen. Bisher profitiert ein Versicherungsanbieter, wenn eine Auszahlung nicht erfolgt und dem Unternehmensgewinn gutgeschrieben werden kann. Dadurch stehen der Gewinn der Versicherung und der Schadensausgleich der Kunden sich konträr gegenüber.

Dies ist einer der Gründe, warum elinor den peer-to-peer Ansatz verfolgt. Wir wollen es anders machen! Wer sich absichern möchte, wird Teil einer Gruppe auf der elinor-Plattform. (Lesen Sie hier, was genau über die elinor-Plattform abgesichert werden kann). Auf elinor werden die Absicherungsbeiträge verwaltet und Schadensfälle immer im Einzelfall mittels eines einfachen online-Abstimmungstools durch die Gruppe entschieden. So hat elinor keine Vor- oder Nachteile, ob und wie viel bei einer Schadensmeldung ausgezahlt wird. Das Ziel jeder Gruppe ist, schnell, einfach und solidarisch abzusichern.

Dabei ist ein wichtiges Kriterium, dass niemand aus der Absicherung gekündigt wird. So lange Beiträge bezahlt werden, ist man abgesichert. Der Gruppenvertrag ermöglicht jedoch jedem Mitglied, selbst und zu jeder Zeit zu kündigen. Peer-to-peer führt somit zu Transparenz und fairen Absicherungsbedingungen ohne Interessenskonflikt.

Damit ist garantiert: wer Schutz sucht, erhält ihn mit dem Beitritt einer Gruppe – wer die Absicherung verlassen möchte, kann dies in jedem Moment tun.

Fest steht also: Bei elinor können die Gruppen und ihre Mitglieder selbst entscheiden, zu welchen Bedingungen die Absicherung abgeschlossen wird. Die Auflösung einer Gruppe wird durch ihre Mitglieder entschieden – und nicht anhand eines externen Kriteriums wie z.B. Gewinnmaximierung und Risikoselektion.

Hier ein Beispiel zu einem kontroversen Kündigungsfall, dokumentiert von Stiftung Warentest:
https://www.test.de/Unfall-Kombirente-Axa-wirft-17500-Kunden-aus-Vertrag-5333021-0/)

Diesen Artikel teilen?
error

Ihnen gefällt der Blog? Erzählen Sie Ihren Freunden davon!